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Der Wert von Briefmarken

Ob eine bestimmte Briefmarke wertvoll ist oder nicht, liegt oft im Detail versteckt. Wir zeigen Ihnen anhand von Beispielen den gewissen Unterschied beim Wert von Briefmarken.

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Sie haben eine wertvolle Briefmarke entdeckt?

Im Internet sehen Sie eine Briefmarke, die mit 1.000,- Euro angeboten oder verkauft wird. Vielleicht finden Sie auch auf der Liste der teuersten Briefmarken ein Exemplar, das dort mit einem Wert von 20.000,- Euro steht. Und - zufälligerweise - befindet sich genau diese Briefmarke auch in Ihrem Album? Selbstverständlich kann es sein, dass Sie wirklich ein ähnliches hochwertiges Exemplar besitzen. Meistens sind es jedoch die kleinen Feinheiten, die den Unterschied beim Wert von Briefmarken ausmachen und den Traum vom Reichtum platzen lassen.

Die Realität sieht oft anders aus.

Anhand nachfolgender weniger Beispiele möchten wir Sie bitten, sehr kritisch den Wert Ihrer  Briefmarken einzuschätzen. Optimismus ist hier durch Realismus zu ersetzen. Im Zweifelsfall befragen Sie bitte einen unserer Experten, was Ihre Briefmarke wert ist.

One Penny Black - Die erste Briefmarke der Welt

Penny Black, die erste Briefmarke der Welt
Ästhetisch schön, die erste Briefmarke der Welt. Die One Penny Black von Großbritannien

... ist nicht die wertvollste Briefmarke der Welt.

Es klingt vielleicht merkwürdig, aber die erste Briefmarke der Welt ist für relativ kleines Geld zu haben. Die anmutend schöne One Penny Black von Großbritannien, die ab Anfang Mai 1840 verwendet werden durfte, kann man heutzutage in einer normalen, altersbedingten gestempelten Erhaltung schon für rund 100 Euro kaufen.

Allerdings kann der Wert dieser Briefmarke sehr schnell in die Höhe schießen, sobald es sich um eine bessere Variante, bessere Entwertung, eine Einheit oder einen Beleg handelt. Der Wert der Briefmarke steckt also auch hier im Detail versteckt.

Schicken Sie uns am besten per Email ein Digitalfoto oder einen Scan Ihrer One Penny Black zu und wir sagen Ihnen, ob es sich um ein wertvolles Exemplar dieser Briefmarke handelt. Die Emailadresse lautet briefmarken@felzmann.de

Deutsches Reich: Germania 10 Pfg in rot

10 Pfennig Germania, wertlos und wertvoll
Links die wertlose, rechts die wertvolle Briefmarke

Rot ist nicht gleich Rot

Die 10 Pfg. Germania ist ein Paradebeispiel für die Rubrik wertvoll oder wertlos. Jeder hat sie, in jedem Album steckt sie. Und sie haben alle eines gemeinsam: Alle sind rot, zumindest von der Grundfarbe her.

Dunkelkarminrot, dunkelrotkarmin, lebhaftrotkarmin, karmin, dunkelkarmin, 
dunkelrosarot oder dunkelrot? Hier hängt der Wert der Briefmarke also allein an einer kleinen Farbnuance. Eine der Farben ist wie 5 Richtige im Lotto, eine andere wie 2 mit Zusatzzahl, aber die breite Masse ist gerade mal den Bruchteil des Einsatzes einer Tippreihe wert. Wie oft haben Sie schon im Lotto gewonnen?

Für die genaue Bestimmung der Farbe der roten Germania sind besondere Experten zuständig. Und nur dann, wenn diese Marke von den entsprechenden Fachleuten geprüft oder attestiert wurde, ist es auch eine solche. Bitte beachten Sie, dass die obene gezeigten Farben nicht farbverbindlich sind.

Im Übrigen gibt es bei der 10 Pfg Germania noch die Unterschiede der Druckart, des Wasserzeichens und der Zähnung. Wenn Sie eine bereits geprüfte oder attestierte Germania 10 Pfg rot besitzen, können Sie uns gerne ein Digitalbild oder einen Scan der Marke und des Attestes per Email schicken an: briefmarken@felzmann.de

Deutschland: Der berühmte Posthornsatz von 1951

Posthornsatz postfrisch
Exemplarisch 3 Werte aus dem Satz, postfrisch gesucht, gestempelt nahezu Massenware

Der Stempel mindert den Wert der Briefmarken

Sicherlich werden Sie auch eine Posthornmarke der Bundesrepublik Deutschland in Ihrer Sammlung haben. Einzelne Wertstufen daraus hatten eine Auflage von mehr als eine Milliarde Stück. Der Wert der Briefmarken ist hier also gering.

Das Geld war zu der damaligen Zeit in Deutschland aber sehr knapp und Briefmarken wurden fast ausnahmslos für Portozwecke gekauft. Die hohen Wertstufen zu 70, 80 und 90 Pfennig hat sich damals selten jemand beiseite gelegt, denn sie wurden in der Regel verbraucht. Daher ist der Posthornsatz postfrisch, also ungestempelt, mit vollständiger Originalgummierung heutzutage immer noch ein paar hundert Euro wert.

Gestempelt ist er hingegen relativ wertlos. Aber auch hier gibt es Ausnahmen: Ersttagsbriefe mit hohen Wertstufen der Posthornserie sind immer noch gesucht.

Was sind Ihre Posthorn-Briefmarken wert? Wenn Sie einen ungestempelten Posthornsatz besitzen, schicken Sie uns bitte ein Digitalbild oder einen Scan per Email an: briefmarken@felzmann.de

Deutsche Briefmarken aus der Inflationszeit (1919-1923)

Hitlerprovisorium und Normalmarke
Links die wertvolle 331 a gestempelt, rechts die billige 331 b ungestempelt

Millionen und Milliarden RM waren damals die Portobeträge.

Die Jahre 1919-1923 spiegeln nicht gerade wieder, was man Wirtschaftswachstum nennen kann. Zur Zeit der Inflation wurden viele Briefmarken gedruckt, zur Hochinflation im November 1923 kamen fast wöchentlich neue Wertstufen heraus. Millionen und Milliarden Reichsmark waren die damaligen Portobeträge für Normalbriefe. Bereits nach wenigen Tagen der Verausgabung waren manche Wertstufen schon wieder ungültig.

Echt gestempelt - und die Betonung liegt auf echt - sind manche dieser Ausgaben daher heute wesentlich wertvoller als ihre noch ungestempelten Geschwister. Da sich aber viele Sammler ihre Marken damals gefälligkeitsentwerten ließen, gibt es gar nicht so viele echt gestempelte Inflationsmarken aus der Zeit ab November 1923. Eine Prüfung durch einen Fachprüfer ist hier absolute Pflicht, vor allem bei Unterarten die recht teuer sein können.

Was sind Ihre Briefmarken wert? Wenn Sie eine geprüfte "echt gestempelte" Marke aus der Inflationszeit besitzen, schicken Sie uns diese samt Attest als Digitalfoto oder Scan per Email an: briefmarken@felzmann.de

Ersttagsblätter haben nur einen ideellen Wert

Ersttagsblätter sind nahezu wertlos
Das Sammeln von Ersttagsblättern ist purer Spaß am Sammeln.

Ersttagsblätter werden nur von den Erstkäufern gesammelt.

Ersttagsblätter, auch ETB genannt, sind moderne Produkte der Deutschen Bundespost. Diese gibt es seit 1974 auf dem Briefmarkenmarkt zu kaufen. Tatsache ist, dass Ersttagsblätter leider nur von den Erstkäufern gesammelt werden. Beim Verkaufen stoßen Sie auf erhebliche Schwierigkeiten, da der Markt sehr begrenzt und rückläufig ist. Der Wert ist einzig als ideell für den Sammler einzuschätzen.

Vorsicht vor Fälschungen - Herr Faux lässt grüßen

Briefmarken Fälschungen, Nachdrucke, Faksimile
Herr Faux hat sich auf vielen Briefmarken verewigt.

Ein nicht ganz ehrenhaftes Mitglied der Philatelie

Seit es Briefmarken gibt, werden gesuchte und teure Ausgaben imitiert, um Sammlern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Vielfach, jedoch nicht immer, wurden diese Fälschungen gekennzeichnet. Die Vorder- oder Rückseite der Marke wurde in teils mikroskopisch kleiner Schrift mit "Faux", "Nachdruck", "Faksimile", "Reprint" oder ähnlichem versehen. Dies besagt, dass es sich bei der Marke nicht um ein Original handelt, sondern um einen im Normalfall wertlosen Nachdruck. Der wahre Wert der Briefmarke lässt sich also nur mit der Lupe und dem geschulten Auge feststellen.

Sie möchten Ihre Briefmarken kostenlos und seriös schätzen lassen?

Schicken Sie uns eine Email an info@felzmann.de oder rufen Sie uns unter 0211 5504416 an. Gerne können Sie auch einfach das Kontaktformular ausfüllen und wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung.

Hochwertige und geprüfte Ware ist zur Versteigerung geeignet.

In unseren Auktionen bieten wir nur entsprechend hochwertige und geprüfte Objekte zum Kauf an, daher bitten wir Sie, Ihre Briefmarken zunächst genau unter die Lupe zu nehmen.
 

Hier finden Sie weitere Informationen zu folgenden Themen:

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So liefern Sie ein
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