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Nachbericht Briefmarken

Nachbericht Briefmarken

Gelungener Auftakt zum Start ins 45. Geschäftsjahr bei Ulrich Felzmann in Düsseldorf

Der Auftakt in das 45. Geschäftsjahr des Auktionshauses Felzmann verlief erfolgreich und streckenweise turbulent. Ungeachtet einiger coronabedingter Auflagen war es dem Düsseldorfer Auktionshaus möglich, die Versteigerung „live“ im Saal mit Publikum durchzuführen. Durch die Kombination mit dem bestens eingeführten LiveBidding-Angebot und altbewährtem Telefon-Service, ergaben sich viele spannende und für die Einlieferer lukrative Bieter-Wettkämpfe. Über die eigene Online-Plattform wurde die Auktion erstmals nicht nur über eine Tonspur, sondern auch per Video live aus dem Saal übertragen. Die aktive Online-Teilnahme übertraf alle Erwartungen und erreichte eine neue Rekordhöhe, sowohl bei den Live-Bietern während der Auktion, als auch bei den Anmeldungen für Online-Gebote über den Katalog.

Die meiste Aufmerksamkeit zog einmal mehr die Sammlungs-Auktion der Briefmarken auf sich. Ulrich Felzmann begrüßte das Publikum im Saal und an den digitalen Geräten nach 10 Jahren wieder einmal aus dem benachbarten Hotel Nikko. Durch den Umzug in den großen Saal des Hotels, konnte mehr Kunden die Möglichkeit gegeben werden, sich vor Ort zu beteiligen. Dieses Angebot wurde gut angenommen, so dass zahlreiche Interessenten persönlich anreisten, um ganz nah – und doch mit Abstand - dabei zu sein. Dies trug ebenfalls dazu bei, dass die 1.600 Sammlungen, die am Auktionssamstag unter den Hammer kamen, oftmals hart umkämpft, mit immer wieder beachtlichen Steigerungen und hoher Verkaufsquote, zugeschlagen wurden. Darüber hinaus war die Beteiligung der Online-Bieter aus aller Welt bis in die späten Abendstunden maßgeblich am Erfolg beteiligt, so dass der letzte Zuschlag erst kurz vor Mitternacht erfolgte.

Bei der Zeppelinpost wurden Raritäten der Ägyptenfahrt 1931, eine Karte sowie ein Brief ab Suez über Kairo für 4.100 € (Los 3081, Ausruf: 3.000 €) und 4.700 € (Los 3082) zugeschlagen. Ein Brief der Polarfahrt aus demselben Jahr erhielt mit 4.400 € den Zuschlag (Los 3090, Ausruf: 3.000 €).

Auch der Teil Europa und Übersee, der u.a. mit Belegen und Marken aus Kanada, Russland, Rumänien, Türkei, Österreich, Jugoslawien breit aufgestellt war, verkaufte sich gut und brachte teils sehr hohe Steigerungsraten.

Sehr erfolgreich wurden die großen Sammlungsauflösungen „Hildesheim“ und „Graf zu Münster“ angenommen. Die Gold-Sammlung Hildesheim überzeugte mit seltenen Vorphila-Belegen, wie ein Faltbrief an den Baron von Münchhausen (Los 3990, Ausruf 600 €, Zuschlag: 900 €) oder ein Beleg der napoleonischen Feldpost (Los 3951, Ausruf: 500 €, Zuschlag: 1.000 €). Briefe aus seltener Adels-Korrespondenz, die zudem noch nie auf dem Markt waren, kamen durch den Nachlass des Grafen zu Münster in die Auktion u.a. Los 3845 (Ausruf: 1.000 €, Zuschlag: 5.000 €).

Lange Bietergefechte, insbesondere zwischen zwei Saalbietern, gab es um seltene Marken aus Helgoland. Auch Altdeutschland-Prachtstücke aus Sachsen sorgten für Top-Zuschläge, wie das Titelstück des Kataloges, eine Sachsen-3er auf einer frankierten Kreuzbandsendung (Los 4155, Ausruf: 8.000 €, Zuschlag: 11.000 €).

In weitere Höhen schraubten sich dann die Gebote der Sammlungs-Auktion. Ein Nachlass in zwei Schränken mit Beständen aus einem alten Händlerlager wurden von 1.200 € auf 20.000 € gesteigert (Los 6059). Schon hoch vorbeboten war eine vorrangig aus Asien stammende Missionars-Korrespondenz der Jahre 1890-1948. Die Gebote im Saal, Internet und an den Telefonen gingen schnell in die Höhe, bis schließlich ein chinesischer Bieter vor Ort den Zuschlag für 26.000 € erhielt (Los 6364). Eine Sammlung mit Luftpostausgaben ab 1929 ging für 6.400 € an einen Saalbieter (Los 6567). Eine kenntnisreich gesammelte vierbändige Spitzensammlung Dänemark 1851-1975 wurde für 13.000 € ebenfalls einem Saalbieter zugeschlagen (Los 6677, Ausruf: 8.000 €).

Auch die Gesamtzahlen stimmen: Insgesamt 2.145 Bieter erzielten ein Ergebnis von € 2,75 Mio (ohne MWSt.). Über 1.000 Lose wurden während der Auktion online live zugeschlagen. In den nächsten Wochen gibt es noch die Gelegenheit, Lose im Nachverkauf zu erwerben. Das vergünstigte Angebot, Briefmarken und Münzen 10 % unter dem Ausrufpreis (mit Ausnahme preislich limitierter Lose) zu erwerben, gilt nur für wenige Wochen.

Dass die Nachfrage nach Philatelie und Numismatik derzeit sehr hoch ist, zeigte sich nicht erst bei dieser Auktion. Wer seine Sammlung in den Katalogen bei Felzmann exklusiv präsentieren und verkaufen möchte, sollte sich jetzt dazu entscheiden. Einlieferungen für die Herbst-Auktion werden jetzt entgegengenommen.

Weitere Top-Zuschläge, Ergebnisse und Rückloslisten sind auf der Internetseite bei www.felzmann.de zu finden. Unverkaufte Lose sind noch bis zum 7. August 2020 mit einem Nachlass von 10 % auf den Ausrufpreis zu erwerben (ausgenommen sind davon limitierte Lose). Die nächsten Auktionen für Briefmarken und Münzen bei Felzmann in diesem Jahr sind die 28. e@uction vom 7. bis 10. September und die große Herbst-Auktion vom 3. bis 7. November 2020. Zu diesen Auktionen sind Einlieferungen jederzeit möglich.

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