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Zinnoberroter Merkur unter dem Hammer

Zinnoberroter Merkur unter dem Hammer

Genau genommen ist der zinnoberrote Merkur von der Auflage her sogar die seltenste Briefmarke Europas. Dies hängt mit der seltenen Farbe der im Jahr 1851 erstmalig verausgabten Zeitungsmarkenserie zusammen. Denn allein die Farbe der Freimarke gab an, wie viele Zeitungen mit einer dieser Marken portogerecht frankiert wurden. Bis 1855 gab es drei „Merkure“ in verschiedenen Farben. Der römische Götterbote in blauer Farbe war für den Versand von einer Zeitung vorgesehen, der gelbe für zehn und der rosafarbene für fünfzig Zeitungen. Die Farbe des gelben Merkurs war jedoch relativ ungünstig gewählt. Das Markenbild war schwer erkennbar, zudem ließ sich mit relativ geringen chemischen Mitteln aus dem minderwertigen blauen Merkur ein Gelber herstellen. Das war die Geburtsstunde des zinnoberroten Merkurs, der ab 1856 den gelben Merkur ersetzen sollte. Es ereilte ihn allerdings recht schnell das gleiche Schicksal, das schon zuvor dem rosafarbenen Merkur das Leben kostete: Auf Grund zu geringer Nachfrage wurde er knapp zwei Jahre nach Einführung schon wieder für ungültig erklärt.
Die Seltenheit ergibt sich aus der sehr geringen Auflage von nur 120.000 Stück und der kurzen Ausgabezeit. Hinzu kommt, dass die Zeitungshülle, auf der sich die Marke befand, so gut wie immer weggeworfen wurde.
Für gut erhaltene Stücke mit Originalgummierung stehen heute Preise bis zu 150.000 Euro in den Katalogen.

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