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Die Blaue Mauritius - Post Paid

Es ist nicht die legendäre erste „Blaue Mauritius“, aber ihre nicht minder berühmte Briefmarken-Schwester.  Die Mauritius "Post Paid" ist bei Briefmarkensammlern beliebt.

Mauritius Post Paid
Die Blaue Mauritius, 2 d "POST PAID"

Die berühmte Mauritius-Briefmarke

Die Blaue Mauritius, sie ist selbst denjenigen ein Begriff, die sich noch nie mit Briefmarken beschäftigt haben. Es gibt wohl keine Marke, deren Mythos sich so prägnant in den Köpfen festgesetzt hat, auch wenn sie nicht die teuerste und auch nicht die seltenste Briefmarke der Welt ist. Die legendäre erste Marke der Mauritius mit der Inschrift POST OFFICE wurde in einer Auflage von 500 Stück gedruckt. Inzwischen sind davon nur noch 12 Exemplare erhalten. Für den privaten Sammler bleiben diese historischen Objekte jedoch unerreichbar, befinden sie sich doch längst in Museumsbeständen.

Ein wenig anders verhält es sich mit der zweiten Serie der Mauritius. Die Marken der Inschrift POST PAID sind in Ausnahmefällen noch auf dem freien Markt zu haben. Für Sammler gelten diese Weltraritäten als Highlight jeder Sammlung.

Seltene Chancen bei Briefmarkenauktionen

Auktionator Ulrich Felzmann ist es schon mehrfach gelungen, eine dieser seltenen Mauritius POST PAID, für sein Auktionshaus zu gewinnen. Aus der 152. Auktion stammt die Marke aus der frühesten Druckauflage in besonders farbfrischem Indigo. Das Stück stammt von einem Sammler, der nicht namentlich genannt werden möchte. Das historische Topstück zierte schon die Sammlung von Philipp von Ferrary, dem berühmtesten Philatelisten aller Zeiten, der einst sogar sechs Stück der ersten Mauritius besaß.
Der Startpreis in der Auktion liegt bei 25.000 €, Fotoattest Brandon (SG 4, £ 65.000). Die Versteigerung dieser seltenen und begehrenswerten Mauritius-Briefmarke fand am 2. Juli 2015 statt. Die Mauritius-Briefmarke erzielte einen Zuschlag von 29.000 €

Die Sache mit dem "Post Office"

Ansichtskarten,
Die begehrte Blaue Mauritius Briefmarke "Post Office"

Der Legende nach soll der Graveur Joseph Osmond Barnard vergesslich und halb blind gewesen sein. Er habe sich von einem Schild vor dem Postamt dazu verleiten lassen, in der ersten Druckserie die falsche Inschrift "Post Office" zu gravieren. Diese Version der Geschichte konnte aber nicht wirklich nachgewiesen werden. Richtig wäre allerdings die Inschrift "Post Paid" ("Post bezahlt") gewesen, um dem Zusteller anzuzeigen, dass -entgegen ursprünglicher Gepflogenheit- der Absender das Porto bereits beglichen hatte. Dennoch beflügelte die Geschichte um den angeblichen Fehldruck der ersten Mauritius Serie die Leidenschaft der Briefmarkensammler, ihre Kollektionen mit einer dieser legendären Marken zu zieren.

Rot oder blau? Selten sind sie beide

Mauritius Briefmarke, Vergleich Rote und Blaue Mauritius
Die berühmte Mauritius Briefmarke in rot und blau

Die rote Mauritius Marke, zu einem Wert von einem Penny, war zur innerörtlichen Verwendung in der Inselhauptstadt Port Louis gedacht. Die Blaue zu zwei Pence für den Postverkehr mit Übersee. Weltweit gibt es von den ursprünglich jeweils 500 in Umlauf gebrachten "Post Office" Exemplaren von der Roten heute noch 15 Stück, von der Blauen noch 12. Zusammen findet man die beiden Exemplare nur auf dem legendären "Bordeaux-Brief", einem Faltbrief, der bis zum Jahr 2014 zu den teuersten philatelistischen Sammlerstücken der Welt gehörte. Übertroffen wurde er nur von der British Guiana 1¢ magenta und dem Tre-Skilling-Banco Fehldruck.

Post Paid - Die Ersten sind die Besten

Mauritius Briefmarke Vergleich, Farbe blau,
Die Blaue Mauritius "Post Paid" in unterschiedlicher Farbfrische

Für den zweiten Briefmarkensatz der Mauritius-Serie wurde zum einen die Inschrift in "Post Paid" geändert, zum anderen erschuf der Graveur Joseph Osmond Barnard zwei Druckerplatten für jeweils zwölf Exemplare. Interessant ist, dass er keinen Urstich zur Reproduktion anfertigte, sondern jede Marke einzeln in die Stahlplatte gravierte. Somit zeigt jede Marke typische Merkmale. Barnard setzte die Druckerplatten gute zehn Jahre ein, sodass die Platten extrem abnutzten und die Drucke immer schlechter wurden. Die Marken der ersten Auflage zeigen folglich die beste Qualität, wohingegen in späteren Drucken beispielsweise die Hintergrundlinien nur noch schwer zu erkennen sind.    


Alle auf einen Blick

In der Bildergalerie sind die Farb- und Druckunterschiede der einzelnen Marken gut zu erkennen:


Verkaufsberatung von unseren Briefmarkenexperten

Wer selbst seine Sammlung, einzelne Briefmarken oder Münzen verkaufen möchte, kann sich jederzeit an die Experten bei Felzmann wenden. Beratung und Schätzung sind bei uns kostenlos. Telefon: 0211/550 440, Immermannstr. 51, 40210 Düsseldorf.


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