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Wertvolle China Briefmarken

Chinesen sammeln Briefmarken und Münzen ihres eigenen Landes mit großer Leidenschaft. Die Preise für Briefmarken der Volksrepublik China steigen mit explodierender Nachfrage an.

China Briefmarken im Aufwind

China boomt. Nicht nur das Wirtschaftswachstum steigt im Reich der Mitte an, auch das Interesse für ein kleines Handelsgebiet wird immer größer: Briefmarken. Seit einigen Jahren sammeln Chinesen Briefmarken und auch Münzen ihres eigenen Landes mit teils fanatischer Sammelleidenschaft. Organisierte Sammlervereine waren lange verboten und wurden erst in den 90er Jahren offiziell erlaubt. Seitdem entdeckt ein Milliardenvolk eine vergessene Währung. Die Preise für Briefmarken der Volksrepublik China steigen mit explodierender Nachfrage entsprechend an.

Briefmarkenmotive zeigen die Geschichte des Landes

Langweilig wird Sammlern von China-Briefmarken so schnell nicht. Die Marken spiegeln präzise das Zeitgeschehen des Landes wieder. So lassen sich in China die Entwicklung der Volksrepublik und die Wirkungszeiten von Mao anhand von herausgegebenen Briefmarken gut nachverfolgen. Beginnend mit dem ersten Briefmarkensatz, der die chinesische Laterne vor dem Tor des Himmlischen Friedens zeigt, werden immer wieder wichtige politische und kulturelle Ereignisse bildlich dargestellt. So zeigen Marken zur Zeit der großen Hungersnot Motive mit Schweinen, die die Konzentration auf die Schweinezucht symbolisieren. Während der Kulturrevolution zeigen Briefmarken hauptsächlich den Mao-Kult und die Lehrsätze des Herrschers. Ab den 70er Jahren werden die Motive weniger ideologisch und auch Alltagsthemen werden abgedruckt. Auch für Deutsche hat das Sammelgebiet China seinen Reiz, da die Marken sehr vielseitig sind und sowohl Motive traditioneller chinesischer Symbole als auch moderne Grafiken umfassen.

China 1967, Maos Thesen im postfrischen Fünferstreifen

Briefmarken als Geldanlage und Ersatzwährung

In China werden Briefmarken inzwischen als eine Art Ersatzwährung gehandelt. So sind die Käufer oftmals keine Sammler, sondern Spekulanten, die im großen Stil einkaufen und auf eine Wertsteigerung hoffen. Vermögende Chinesen legen ihre Gelder gerne in Briefmarken und Münzen an. Wie jedes gehandelte Gut hängt auch der Wert der Briefmarken weiterhin von den Kursen der Weltwährungen und der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ab.

Tradition und Brauchtum wirken auf Nachfrage und Preis

Das chinesische Volk hat, trotz Industriekultur und Marktwirtschaft, die alten Traditionen und Bräuchtümer nicht abgelegt. Bestimmte Motive haben heute noch einen hohen Stellenwert. So wird der Kult um Briefmarken um den Glauben an Symbole erweitert. Beispielhaft zeigt sich dies an der Briefmarke des „Roten Affen“ – auch bekannt als „Chinese Golden Monkey Stamp“. Diese Briefmarke mit einer Auflage von 5 Millionen Stück verdankt ihren Wert dem Zusammenspiel von mehreren Faktoren. So stehen der Affe, die Farbe Rot und die Zahl 8 in China für Glück. Die Marke aus dem Jahr 1980 ist so beliebt, dass ein kompletter Schalterbogen mit 80 Marken im Jahr 2011 für 110.000 Euro verkauft wurde. Bezeichnend ist dabei vor allem die verhältnismäßig große Zahl an Briefmarken, die im Umlauf sind. Für Sammler sind Marken mit Millionenauflage normalerweise recht uninteressant. Bei diesem Affen ist es anders und die Suche nach den beliebten Glücksbringern weitet sich auf die ganze Welt aus.

Guter Preis bei Online-Auktion

Einer der seltenen „Roten-Affen“ wurde beispielsweise bei unserer Internet-Auktion im April 2015 versteigert. Bei einem Ausruf von 400 Euro wurde die chinesische Briefmarke auf 1.250 Euro gesteigert. Wer die Gelegenheit bei einer Internet-Auktion nutzen möchte, kann sich auf der Internetseite unter Login registrieren und live mitbieten. 

Haben Sie China-Briefmarken im Schrank?

Es lohnt sich in jedem Fall in der eigenen Briefmarkensammlung oder den geerbten Alben nach Briefmarken oder Münzen aus China zu suchen. Auch Briefe aus der Zeit der Kulturrevolution, die aus China in die Heimat geschickt wurden, werden stark nachgefragt. Es könnte ein kleines Vermögen dahinter stecken. Allerdings ist Vorsicht geboten, weil mit steigendem Wert der Marken gleichzeitig die Anzahl der Fälschungen stieg. Von zu günstigen Angeboten sollte man also die Finger lassen.

Verkaufsberatung von unseren Experten für Briefmarken

Wer selbst seine Sammlung, einzelne Briefmarken oder Münzen verkaufen möchte, kann sich jederzeit an die Experten bei Felzmann wenden. Beratung und Schätzung sind im Auktionshaus Felzmann kostenlos. Telefon: 0211/550 440, Immermannstr. 51, 40210 Düsseldorf.